Wagst du den Neuanfang?

Aktualisiert: 23. Apr.

Ein Aufruf (nicht nur) an OCG-Mitglieder

Liebes OCG-Mitglied

Als ich die OCG am 29. August 2016 verliess, sagte man dir, ich sei als egoistischer Feigling geflohen. Ganz nach dem Motto: «Nach mir die Sintflut». Man sagte dir, ich habe meine Familie und meine Freunde verlassen, um fortan ein leichtes Leben des Genusses und der Selbstsucht zu führen. Ich wolle neuerdings meiner Karriere und dem Mammon frönen. Man sagte dir, ich sei nicht mehr bereit, den Preis der Weltveränderung – den die OCG-Führung ja angeblich vorbildlich bezahle – weiter zu bezahlen. Darum sei ich als Verräter von der Kriegsfront hinweg desertiert. Ich sei verweichlicht und wolle nur noch meine eigene Haut retten, darum müssten sich nun Jesu Worte aus Mt. 16, 25 an mir erfüllen:


«Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden».

Mit anderen Worten: Ich sei nun zum Tode verurteilt.


Seit meinem Ausstieg muss ich mir von OCG-Mitgliedern und OCG-Sympathisant:innen auch immer wieder anhören, ich würde mich im Namen meines «berühmten» Vaters bereichern. Oder ich verhalte mich wie ein peinlicher Teenager, der alles undankbar in den Dreck ziehe, was ihm sein Elternhaus an Wertvollem mitgegeben habe.


Dieser Text ist ein Realitäts-Check, eine Verteidigungsschrift und zuletzt ein Aufruf zum Widerstand. Wagst du es, ihn zu lesen?

Beginnen wir für den Kontext bei einem Tagebucheintrag von mir, der stellvertretend für viele weitere steht. Ich verfasste ihn als 26-Jähriger und ich gebe ihn hier unverändert und ungekürzt wieder (auch wenn das wieder etwas peinlich wird):


25. Mai 2010, Dienstag:
«Der Begriff «Hölle» ist eine beschönigte Bezeichnung für das Flammen-Inferno, in dem ich mich befinde. Meine Nerven sind sowas von blank gerieben. Ich kann nicht mehr. Jede Faser an mir schreit nach Ruhe und nach dem Ende dieser nicht enden wollenden Tortur. Verdammt! Der Weg der Preisgabe jeglicher Individualität und der totalen Gleichschaltung der Psychen ist der grausamste, den man auf Erden antreten kann. Vor allem, wenn man eine solch starke Persönlichkeit hat wie ich. Was blüht dieser Welt, wenn alle diesen Weg einst zu gehen haben?
Womit habe ich diese Qualen verdient? Nicht vor- und nicht zurückgehen zu können ist das Übelste, was es gibt. Da sind auf der einen Seite die immer wieder neuen Versuche, sich einfach einzufügen und unterzuordnen. Doch es ist ein Kampf gegen Naturgewalten. Es ist eine Art spirituelle Platzangst, die mich fast in den Wahnsinn treibt. Könnte ich die anstehenden Schritte aus freien Stücken tun, es wäre null Problem. Nun aber muss ich. Weigere ich mich nur einmal, einfach blind den Kniefall vor allem zu machen, was der Clan verlangt, wird alles hysterisch. Ich kann mich nicht mehr verselbstständigen, wie das jeder freie Mensch kann, ohne scheinbar Völker auf dem Gewissen zu haben. An meiner Unterwürfigkeit hängt die weitere Existenz meines Vaters und seines Lebenswerks.
Ich bin so sehr aufgerieben. Ich bin ein Vollidiot… und völlig selbst schuld an meinem Dilemma. Man kann nicht mit der Raumkapsel ins All geschossen werden und dann mitten in der Mission abbrechen und aussteigen. Ich würde lebenslängliche psychische Schäden als mindeste Konsequenz davontragen, wenn ich jetzt aussteigen würde. Ich habe immer gewusst, dass gefährlich ist, worauf ich mich eingelassen habe. Entweder kommt mein Raumschiff auf dem neuen Planeten an, oder wir verdampfen im All. Ein Zurück gibt es nur als ganzes Schiff oder eben nicht. Und der Captain wird nicht umdrehen. Er wird eher sterben. Ich hätte die Kosten vor dem Flug besser überschlagen sollen. Es gibt jetzt einfach kein Aussteigen mehr. Ich habe noch Ziele im Leben. Ich bin nicht bereit rüberzukippen und in der geschlossenen Anstalt zu enden. Ich habe ein wunderbares Schätzchen, das mich liebt und mich braucht.
Ich muss jetzt einfach stillhalten. Bis die Schmerzen wieder nachlassen und das rasende Delirium vorbei ist. Ich schlage besser nicht mehr um mich in dieser labilen und komplexen Raumfähre. Sonst wird alles nur noch schlimmer. Wir werden alle sterben. Ich werde lieber wieder ruhig und folgsam, sanftmütig und kühl. Mein Temperament und die Hitzköpfigkeit meines jungen Alters sind erschwerende Charaktereigenschaften auf dieser Mission. Ich muss nachgeben und mich dem Captain wieder unterordnen.»


Diesen Eintrag verfasste ich ganze 6 Jahre, 3 Monate und 3 Tage vor meinem tatsächlichen OCG-Ausstieg. So lange hielt ich von da an noch durch und flüchtete mich immer wieder in schrille Superlativen. Um mein gewohntes Leben nicht aufgeben zu müssen. Aber auch um dich nicht vorschnell enttäuschen zu müssen. Du darfst mir gerne glauben, dass mein Ausstieg am Ende nicht feige und überstürzt ablief. Oder in der jugendlichen Unvernunft eines rebellischen Teenagers erfolgte. Ich hatte genug gelitten und genug nachgedacht und der 29. August 2016 war ein Tag der Abrechnung.

Ein Tag der Abrechnung mit einem System, das Menschen unterjocht, ihnen die Freiheit und Individualität raubt. Das sie gleichschaltet und ihnen damit verunmöglicht, ihre wahre Natur frei auszuleben. Ein System, das Menschen seelisch und geistlich missbraucht und zuweilen auch körperlich misshandelt. 2016 war ich endlich erwachsen und mutig genug, um die Konsequenzen daraus zu ziehen. Ich war kein Verräter oder Deserteur. Die Zeit war reif für mich, ein Mini-Freiheitskämpfer zu werden. Ich schrieb meinem Vater in meinem Abschiedsbrief vom 29. August 2016:

«Ich weiß, dass Du jetzt glaubst, ich werde gerade von Teufeln geritten. Doch wenn einer der stärksten Urtriebe der Menschheit – nämlich der Trieb nach Freiheit und Selbstbestimmung – ein Teufelswerk wäre, dann müssten auch sämtliche Unabhängigkeitskämpfer vor uns im Dienste Satans gekämpft haben.»

Mit diesen Worten wechselte ich wissentlich und willentlich von einem trügerischen Paradies in die Hölle. Ich wusste vom ersten Moment an, dass sicher kein Leben des Genusses und der Selbstsucht auf uns warten würde. Ganz im Gegenteil. Wie naiv, so etwas anzunehmen! Ich erzähle dir nun in kleinen Auszügen, wie es danach weiterging:


Nach unserem Ausstieg standen Mia, Flumbi und ich komplett einsam da. Wir hatten alles verloren: Unsere Familien, unsere Freunde, unsere Jobs, unser Zuhause, unser Geld, unsere Zukunft. Mit noch ca. 600 Franken in der Tasche fanden wir uns vor dem Nichts wieder. Wir waren gerade aus Australien zurückgekehrt, wo wir unsere Ehe mehr schlecht als recht hatten retten können. Die Jugendersparnisse, die wir für den 3. Weltkrieg in Form eines kleinen Goldstücks aufbewahrt hatten, waren dafür draufgegangen.


Als Schreiner fand ich danach natürlich keine Anstellung mehr. Die 12 Jahre, in denen ich zuvor «ehrenamtlich» für meine Eltern gearbeitet hatte, hingen wie ein dunkler Schatten über meinem Lebenslauf. Kein Unternehmen stellt einen Schreiner ein, der nach seiner Lehre 12 Jahre lang nicht mehr im Beruf gearbeitet hat. Meine ganzen Referenzen aus der OCG-Zeit taugten nichts. Die Jobvermittlungsagenten lächelten mitleidvoll, wenn ich meinen Lebenslauf vorlegte: «Was, Sie haben für ihren Vater Häuser renoviert? Versuchen Sie diese Angelegenheit in ihrem CV zu kaschieren». Man erklärte mir:

«Wer so lange für Papa gearbeitet hat, wird in der Fachwelt gemieden, weil er in der Regel nicht mehr markttauglich ist».

Von «Führungserfahrung» und anderen «Kompetenzen» musste ich gar nicht erst anfangen. «In der Berufswelt zählen erworbene Titel und Zertifikate, sonst könnte sich ja jeder als Hecht im Karpfenteich verkaufen», hiess es.


Gleichzeitig trafen neben den Flüchen meiner Familie und dem Kontaktabbruch von Mias Eltern laufend neue und stets grössere Rechnungen bei uns ein. Arbeitslosengeld gab es für uns keines, denn wir hatten ja in der OCG nichts verdient, entsprechend waren wir auch nicht gegen Arbeitslosigkeit versichert. Zugleich mussten wir Hals über Kopf eine neue Wohnung finden. Hast du schon einmal versucht, einen Mietvertrag zu unterschreiben, ohne eine Anstellung vorweisen zu können? Geht kaum.


Glücklicherweise bekam ich bald eine Arbeit als Umzugshelfer im Stundenlohn. Schnellstmöglich begann ich, so viel es ging zu malochen. Wir fanden darauf eine bescheidene und günstige Wohnung in einem älteren Mehrfamilienhaus nahe bei St. Gallen, in der wir bis heute leben. Ich arbeitete oft von 5 Uhr früh bis abends, und zwar so hart, dass meine Gesundheit bald darunter litt. Ich begann Blut zu husten, hatte Probleme mit dem Rücken und mehrere Sehnenentzündungen zwangen mich wiederholt zu dauerhaftem Gebrauch von Schmerzmitteln. Anders hätte ich die oft mehr als 30 Kilometer, die ich jeden Tag schleppend zurücklegte, nicht überstanden. Ich durfte mir meine Leiden als neu eingestellter Mitarbeiter nicht anmerken lassen, denn wir waren auf Gedeih und Verderb auf diesen Job angewiesen. Simulanten waren nicht gerne gesehen und gegen einen Jobverslust wäre ich erst nach dem ersten ununterbrochenen Anstellungsjahr versichert gewesen.


Schon bald fing ich zusätzlich an, nachts zu büffeln, um meine Matura auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen. In der Schweiz ist das ein dorniger und steiniger Weg. Reguläre «Kanti-Studierende» des ersten Bildungswegs können sich dafür 4 Jahre lang ganztags Zeit nehmen, während sie gewöhnlich bei ihren Eltern leben. Ganz anders in der sogenannten «Zweitweg-Matura»: Ich musste dasselbe Lernpensum irgendwie in 3,5 Jahren an Feierabenden und Samstagen unterkriegen. Ungefähr 60% unserer ursprünglichen Klasse brachen die Übung ab, weil es einfach zu anstrengend war. Als ich nach einem Jahr nicht mehr konnte, fand Mia glücklicherweise einen kleinen Putzjob, zu dem sie unsere Kleine mitbringen durfte. Wir hatten ja keine Eltern mehr, die zwischendurch mal eben für ihr Enkelchen schauen konnten.


Ein weiteres Jahr später stieg sie zu einer Teilzeitanstellung im Homeoffice als persönliche Assistentin einer gut vernetzten Geschäftsfrau auf. Während sie parallel dazu weiter den gesamten Haushalt schmiss. Ich konnte meinen Job von da an zumindest auf ein 70%-Pensum reduzieren. Wir versuchten dabei stets, auch für unsere Tochter genügend Zeit zu finden und reservierten die Sonntage ausschliesslich für sie. Sonntags wurde nicht gearbeitet, so wie wir es zuhause gelernt hatten. Entsprechend wurde es aber an den Wochenabenden später. Neidvoll dachten wir an unsere Arbeits- und Ferienzeiten in der OCG zurück. Es war ein Zuckerschlecken gewesen im Vergleich.


Bald nach dem Ausstieg wurde mir auch noch klarer, wie unmittelbar mir mein berüchtigter Nachname jede Zukunft torpedieren wird. Zudem realisierte ich, dass ich mich dringend einer öffentlichen Aufarbeitung meiner Vergangenheit stellen muss. Also baute ich zwischen Job, Studium und Familie auch noch einen YouTube-Kanal auf. Wir gründeten mit vom Mund abgesparten Mitteln unser Jesterton-Studio und produzierten darin mehrere kleine Videos. Mit einem guten Freund erstellten wir zudem diesen Jesterton-Blog. Ich konnte und wollte mich der Öffentlichkeitsarbeit jedoch von Beginn weg nur sehr am Rande widmen. In meiner kaum vorhandenen Freizeit nahm ich mir manchmal etwas Zeit. Ich musste bald permanent Anfragen von Medienhäusern, Konferenzformaten, Talksendungen und Podcasts absagen. An einigen wenigen Produktionen beteiligte ich mich ehrenamtlich, um der Sache willen.


Allmählich begann unsere harte Arbeit erste Früchte zu tragen: Ich durfte die gymnasiale Matura erfolgreich bestehen und das sogar als Jahrgangsbester. Damit erhielt ich die Zulassung für ein Universitätsstudium. Dann fing der eigentliche Marathon aber erst an: Ich startete mein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität St. Gallen.


Aufgrund meines hervorragenden Notenschnitts empfahl mich meine Maturitätsschule an eine Stiftung, die Begabte fördert. Bei der Aufnahme haperte es allerdings an meinem Alter. Zwölf Jahre früher wären mir alle Türen weit offen gestanden. Doch nun war ich zu alt. Ich versuchte danach, wie einige gleichaltrige Freunde aus meiner Maturaklasse, ein Stipendium beim Kanton zu bekommen. Es hätte Mia und mir einiges an Erleichterung verschafft. Doch die Auskunft auf der Beratungsstelle war niederschmetternd:

«Leider weisen Ihre Eltern aufgrund mehrfachen Immobilieneigentums ein zu grosses Vermögen auf, als dass Sie für Stipendien in Frage kämen. Ihre Eltern sind verpflichtet, Sie entsprechend zu unterstützen»

«Na toll», dachte ich: «Nachdem du deinen Eltern nun 12 Jahre lang ohne Bezahlung gedient hast, dafür nicht einmal Pensionskassengelder für dich einbezahlt wurden und deine AHV-Pflichtbeiträge eine sechsjährige Lücke aufweisen – inzwischen verjährt und nicht mehr nachzahlbar – kann dir jetzt auch Papa Staat nicht mehr helfen. Weil du selbst dazu beigetragen hast, die elterlichen Häuser um Millionenbeträge im Wert zu steigern und deine Eltern damit jetzt zu reich sind. Zu allem Überfluss suchen sie nun auch noch Möglichkeiten, dich zu enterben». An finanzielle Unterstützung von ihrer Seite war also nicht im Traum zu denken. «Nur zu!», schwor ich mir, «ich brauche eure Kohle nicht, wir schaffen das auch allein!». Und dabei blieb es. Mia und ich gingen dafür durch manch weiteres Todes- und Tränental, denn mit meinem Jura-Studium ging die Arbeit erst richtig los. Doch ich möchte dich nicht langweilen.


Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Ich bin heute in einer unbefristeten Festanstellung als juristischer Mitarbeiter bei einer langjährigen und erfahrenen Anwältin tätig. Nebenher studiere ich weiter an der Uni St. Gallen. Als nächstes Etappenziel möchte ich dereinst die anspruchsvollste Berufsprüfung anpacken, die ich mir vorstellen kann: Die Anwaltsprüfung. Es wird noch einige Jahre dauern, bis ich hoffentlich so weit sein werde. Zudem wird Mia demnächst auch eine Weiterbildung beginnen.


Eines kann ich dir an dieser Stelle aber aufrichtig bezeugen:

Ich war in meinem gesamten Leben noch nie so glücklich und zufrieden wie heute. Niemals zuvor fühlte ich mich so sehr in meinem Element, wie gerade jetzt.

Der Beruf des Juristen trifft meine Begabungen und Interessen präziser als alles, was ich bisher kennenlernte. Und das will etwas heissen. Oft fahre ich abends von der Kanzlei nach Hause und bin einfach nur schweigend dankbar dafür, dass ich das alles noch erleben darf.

Leider musste ich, um in mein wahres Element zu kommen, erst zum Mini-Freiheitskämpfer werden und mich einem totalitären System widersetzen. Ich musste mein Leben verlieren, um es wieder zu gewinnen. Mein Vater hatte mich als seinen Umsetzer und Vollstrecker gezeugt und lebenslänglich verplant. Genau wie meine übrigen 10 Geschwister. Als Junge bläute er mir ein: «Du darfst dir jede Berufslehre aussuchen, die dir gefällt. Solltest du allerdings Anwalt oder etwas dergleichen werden wollen, würde ich das natürlich nicht tolerieren!». Es ist traurig, dass sein Vorbehalt wie ein Präzisionsgeschoss ausgerechnet meine wahre Berufung traf. Dass ich heute nun tatsächlich Recht studiere, hat mit dieser Aussage allerdings nichts zu tun. Ich fand sie erst wieder in meinen Tagebüchern, als ich diesen Weg längst eingeschlagen hatte.


Ich habe dir diese lange und etwas pathetische Geschichte erzählt, weil ich dir jetzt die entscheidenden Fragen stellen möchte:

Willst du nicht auch einen Neuanfang wagen?

Willst du nicht auch etwas unorganisiert, vielleicht etwas chaotisch aber auf jeden Fall unabhängig deinen eigenen Weg finden? Willst du nicht auch deine wahre Natur ausleben? Willst du nicht auch ein Teil unserer bunten, offenen und freiheitlichen westlichen Gesellschaften werden?

Werde doch Mini-Freiheitskämpfer:in!

Warum Mini? In jeder einigermassen funktionierenden Demokratie kann man heute keinen echten Freiheitskampf mehr führen. Das haben unsere Vorfahren schon für uns erledigt und wir müssen zusehen, dass wir ihr Erbe nicht verzocken. Würde ich, als weisser, privilegierter Schweizer, mich als Freiheitskämpfer bezeichnen, wäre das eine Verhöhnung der grossen Mehrheit der Weltbevölkerung, die tatsächlich unterdrückt wird und wurde. Dennoch kostet es viel Kraft, sich vom OCG-System zu befreien, auch wenn es sich nur um eine kleine unbedeutende Sekte handelt.


Wenn du den Neuanfang nicht für dich selbst tun möchtest, dann denke zumindest darüber nach, ihn im Namen der Demokratie zu tun. Ohne sie wärst du wohl gar nicht am Leben. Die Demokratie schützt dich, nährt dich, hegt und pflegt dich. Während die OCG ganz besonders in der Corona-Krise einzig mit dem Feuer des Hochverrats spielte. Sie agitierte gegen unsere gewählten demokratischen Regierungen, hinderte sie an der Ausübung ihrer Aufgabe und schürte Misstrauen in der Bevölkerung. Mit dem Verbreiten von Falschinformationen via kla.tv hat die OCG ihre Kompetenzen zudem massiv überschritten. Sie hat damit vermutlich viele Menschen in Europa von einer Schutzimpfung abgehalten, die sie dringend gebraucht hätten.

Wie viele dieser Menschen sind jetzt tot? Sei ehrlich mit dir selbst: Wie viele alte und schwache Menschen sind alleine in der OCG an Corona gestorben oder ernsthaft geschädigt worden, weil sie sich nicht impfen lassen durften? Weil diese Impfung ja angeblich das «Charagma» war?

Aktuell steht die OCG im Ukraine-Krieg klar auf der Seite Russlands und damit auf der Seite eines Diktators, dem nicht gefällt, dass ein souveränes Nachbarland westlich und liberal sein will. Dem nicht gefällt, dass die Ukraine keinen Bock mehr auf seine Einflusssphäre hat und der sie darum niederschlägt. Nicht die Ukraine überfiel Russland. Russland überfiel die Ukraine. Dafür gibt es keine Entschuldigung. So sicher, wie ich kein OCG-Mitglied mehr werden will, so sicher will sich die Ukraine spätestens seit dem Donbass-Konflikt und der Krim-Annexion nicht mehr der russischen Einflusssphäre zuwenden. Ich kann die Ukrainer:innen bestens verstehen.

Doch statt ukrainische OCG-Mitglieder derzeit in die leerstehenden Gästehäuser in Walzenhausen aufzunehmen, schliesst die OCG derzeit langjährige und führende ukrainische Verbindliche mit Schimpf und Schande aus ihrer Gemeinschaft aus. Warum? Weil sie vor dem Krieg flohen (der ja nur in den Köpfen des Westens existiert) und meine Frau dabei per Instagram auf dem Laufenden hielten.

So sieht irre Prioriätssetzung aus. Das Handeln dieser ukrainischen OCG-Mitglieder war ein dreifacher Verstoss gegen OCG-Prioritäten:

  • (1) Flieht man nicht aus der Herde;

  • (2) sind Handys und Social-Media des Teufels;

  • (3) hat man keinen Kontakt mit Aussätzigen. Mia und ich sind der Inbegriff des Aussatzes.

Ja, die OCG ist völlig unwichtig und sie hat in dieser grossen Welt keinerlei Relevanz. Doch weil sie ihren Leuten die Freiheit raubt und inzwischen ganz offen böse Kräfte unterstützt, solltest du dich als Mitglied fragen, ob deine Zeit jetzt nicht auch reif ist.


Wir stehen dir als Freunde zur Seite, wenn du Ermutigung und Zuspruch benötigst. Doch den Weg in die Freiheit wirst du allein beschreiten müssen. Du wirst das schaffen. Du wirst deinen Weg finden, wenn du beherzigst , was ein weiser Mensch einst sagte:

«Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!»

Immanuel Kant


Dein Simon


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